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Serracapriola (Foggia)

Serracapriola, ein hauptsächlich wegen der Landwirtschaft wichtiges Städtchen in der Provinz Foggia auf einer Anhöhe linkerhand des Unterlaufs des Fortore, wurde urkundlich erstmals 1046 unter dem Namen Castellum de Serra erwähnt. Erhalten sind aus dieser Zeit ein grandioses Kastell mit vier Türmen und späteren Umbauten, sowie die Kirche San Mercurio mit einigen Tafelgemälden der umbrisch-märkischen Schule aus dem 16. Jh. Später wurde es Besitz der neapolitanischen Diplomatenfamilie Maresca, Herzöge von Serracapriola.

Das auf Kosten der Herrin von Serracapriola und Fürstin von Molfetta, Andronica del Balzo erbaute Kloster war mehrmals in seiner Geschichte ein Ort des Novizentums und der Gelehrsamkeit. Nach seiner Schließung durch verschiedene Säkularisationsgesetze wurde es 1886 neu eröffnet. Die gleichzeitig mit dem Kloster entstandene heutige Pfarrkirche ist der Gnadenmutter (Santa Maria delle Grazie) geweiht und besitzt ein wundertätiges Madonnenbildnis des Malers Francesco da Tolentino.

Die Türken verbrannten bei einem ihrer Überfälle auf die Ortschaft auch das Kapuzinerkloster und verwüsteten die Kirche; "sie zerschmetterten die Gerätschaften, und einer von ihnen richtete seinen Säbel auf das von der Bevölkerung besonders innig verehrte Bild der Jungfrau. Dann erklomm er den Altar, nahm das Bild von seinem Platz und warf es zu Boden, doch fast gleichzeitig stürzte er selbst tot zu Boden".

Nach Abschluss seiner philosophischen Studien begann Bruder Pio gegen Ende Oktober 1907 in Serracapriola das Studium der Theologie, unter der Anleitung von Pater Agostino aus San Marco in Lamis, der zusammen mit Pater Benedetto aus San Marco in Lamis einen großen Anteil am geistigen Werdegang Pater Pios hatte.

"Ich lernte Pater Pio 1907 als Mönch kennen - schrieb Pater Agostino - als er bei mir in Serracapriola als Theologiestudent weilte. Er war gut, gehorsam, fleißig im Studium trotz seiner Kränklichkeit, doch nichts fiel mir damals als außerordentlich oder übernatürlich an ihm auf".
Pater Pio verließ Serracapriola im November 1908.

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