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Als Unterstützung für den Bau der neuen Kirche von Pater Pio spende ich

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San Giovanni Rotondo

San Giovanni Rotondo liegt im Südwesten der von Karstphänomenen geprägten Gargano-Halbinsel. Urkunden aus byzantinischer Zeit zufolge entstand der Ort um das Jahr 1000, als die Einwohner von Castel Bussano (Crocicchia) rings um das Baptisterium San Giovanni eine Ansiedlung gründeten. Kaiser Friedrich II. befestigte den Ort mit einem Mauerring; nach der Stauferzeit gehörte er nacheinander zum Herrschaftsgebiet der Anjou, der Aragonesen und der Spanier. 1656 bereitete der Erzengel Michael einer furchtbaren Pestepidemie ein Ende, nachdem die Bevölkerung und Bischof Puccinelli eine Wallfahrt zu Basilika Monte Sant'Angelo unternommen hatten. Im Gedenken an dieses Wunder wurde eine Statue des Erzengels in einer Nische am Hauptportal der Kirche San Leonardo aufgestellt. Doch die eigentliche jüngere Geschichte dieses Ortes beginnt mit Pater Pio, mit dem sie für immer untrennbar verbunden ist. Am 28. Juli 1916 kam Pater Pio erstmals von Foggia aus in das Kloster Santa Maria delle Grazie, wo ihn die wenigen noch nicht zum Militärdienst einberufenen Geistlichen sowie einige Schüler des Franziskanerseminars freudig begrüßten. "Die Tage, die Pater Pio in San Giovanni Rotondo verweilte - schrieb Pater Paolino - waren seiner Gesundheit außerordentlich zuträglich". Am 5. August kehrte Pater Pio wieder nach Foggia zurück, und am 4. September machte er sich erneut nach San Giovanni Rotondo auf den Weg. Aus dem provisorischen wurde ein fester Aufenthalt, der nur aus geistlichen Gründen und Verpflichtungen des Militärdienstes kurzfristig unterbrochen wurde.

Als Pater Pio erstmals hierher kam, gab es in der Umgebung des Klosters keine Menschenseele, sondern nur "ein paar Ziegen- und Schafherden, die am Berghang grasten. Ein schmaler Weg führte bis zum Dorf".

Kapuzinermönche gibt es in San Giovanni Rotondo seit 1540, als diese sich auf wiederholte Bitte der gesamten Bevölkerung hier niederließen. Sie errichteten ein Kreuz auf einer Anhöhe des Monte Nero, das heute noch dort steht - an dem neuen Platz mit einem Flügel des ursprünglichen Klosters, dem Eingangsportal, der Fassade der alten und der neuen Kirche. Linkerhand die "Sala del Pellegrino"; rechterhand die monumentale "Via Crucis" und das weltberühmte Krankenhaus "Casa Sollievo della Sofferenza".

Das Kloster Santa Maria delle Grazie wurde als Pater Pio dort lebte bald zu einer Oase der Heiligkeit. In den ersten beiden Jahren seines Aufenthalts in San Giovanni Rotondo verband Pater Pio sein gottgefälliges Klosterleben und die eifrige Erfüllung seiner Pflichten als Leiter des Franziskanerkollegs mit seiner Mission als Seelsorger einer ständig wachsenden Anzahl an Gläubigen. Die Stigmatisierung Pater Pios am 20. September 1918 war für San Giovanni Rotondo und die ganze Welt ein historisches Ereignis. Noch heute übt Santa Maria delle Grazie einen unwiderstehlichen Zauber auf alle ihre Besucher aus - gesegnet und geheiligt durch die Gebete und Tränen von Pater Pio, Zeuge spektakulärer Beispiele der Bekehrung und Rückkehr zum Glauben, Quelle wunderbarer Werke der Barmherzigkeit und der Liebe für die leidende Kreatur, Heiligtum der Gnaden und Wunder. Manch ein Besucher findet hier Christus und den verlorenen Glauben wieder; andere hören tief in ihrem Herzen die geheimnisvolle Stimme Pater Pios erklingen, der aus der Stille des Grabes von der Eitelkeit der weltlichen Güter und der reinen Wonne eines Lebens im Dienste Gottes und der Mitmenschen spricht. Am 16. Mai 1993 segnete der Provinzialminister Pater Mariano Di Vito, die "Fabbrica della chiesa", die Baustelle des neuen Gotteshauses, das nach Plänen des Architekten Renzo Piano entsteht und einer enormen Anzahl an Gläubigen und geistigen Kindern von Pater Pio Platz bieten wird.

Der Tradition nach soll Pater Pio bei der Einweihung der Wallfahrtskirche der Gnadenmutter 1959 mit seiner gewohnten gutmütigen Bonhomie den Mitbrüdern zugerufen habe: "Was habt ihr denn da fabriziert - eine Streichholzschachtel?".

Er wusste bereits, dass zur Aufnahme der Vielzahl der "Berufenen" ein imposanteres Bauwerk erforderlich sein würde. Der hl. Franz von Assisi pflegte zu sagen: "Wer mir einen Stein gibt, der wird einen Lohn erhalten; wer zwei Steine gibt, einen doppelten; wer mehr Steine gibt, einen vielfältigen Lohn!".

Außerordentlich ist der Beitrag der einfachen Gläubigen zu diesem großen Werk: der eine stiftet eine Bank, die andere einen Quadratmeter Fußboden, einen Tag Arbeitslohn, eine Orgelpfeife, einen Stein, ein Scherflein, soviel er oder sie entbehren kann.
In einem goldenen Buch sind die Namen sämtlicher "Steinträger" aufgeführt, als bleibende Erinnerung an die Entstehung der Wallfahrtskirche.

Die neue Kirche in San Giovanni Rotondo ist nicht nur eine Oase aus kühlen Steinen, wo man sich von einer langen Wanderung ausruhen kann, sondern auch ein Ort, wo das Herz selbst auf dem Fels ausruht, der Christus heißt.

Wo es mit den Augen des Glaubens die unendliche Liebe von Pater Pio schauen kann, den auch ein einfacher Mitbruder oftmals als "Kopie Christi" bezeichnete.

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